„Weniger grell und oft ins Abstrakte verfremdet sind die Fotografien. Vor den Arbeiten von Eiko Sabela verbiegen sich die Besucher, spiegeln die monochrom anmutenden Flächen doch zunächst nur den Betrachter. Unter dem Plexiglas schimmern gleichwohl schemenhafte Strukturen: Der Künstler hat bis zu 20 Architekturmotive übereinandergelagert. Man kann sich in ihnen verlieren.“

(Auszug aus der Printversion des Berliner Tagesspiegel vom 25.09.2009)

"...Von Eiko Sabela sehen wir (...) große dunkle Werke mit (...) Titeln (wie) „Eines Nachts“ und „Eines Ortes“. Eiko Sabela ist von Hause aus Bildhauer. Sein Hauptinteresse gilt dem Raum."Raum" ist ein schwer einzugrenzender Begriff. Raum "dehnt" sich von der Erdhöhle bis zum Weltall, er trifft auf das Volumen einer Papierschachtel ebenso zu wie auf das des menschlichen Körpers. "Raum" ist ein abstrakter Begriff, der mit sehr unterschiedlichen Inhalten und Bezügen gefüllt werden kann. Versucht man, ihm näher zu kommen, stößt man auf weitere abstrakte Begriffe, auf "Ausdehnung" etwa oder "Dimension". In dieser Allgemeinheit findet sich Raum nicht nur überall im Leben, sondern ist geradezu eine zentrale Grundbedingung von Leben. Sabela forscht nach der Umsetzung des Räumlichen und der Tiefenwirkung in der Fläche. Er hat per Computer bis zu 20 Motive von Architekturen hintereinander geschichtet bis eine gewisse Grundschwärze entstand. Die Diagonalen der Architekturen, die sich überlagern, geben die Blickrichtung vor. Zusätzlich sind die Lamda-Prints auf Alu-Dibond mit Plexiglas überzogen, die spiegelt und uns als Betrachter mit hineinholt ins Bild, ins große weite Dunkel, das ebenso autonom wie konkret ist und das nicht anderes ist als ein Abbild unseres individuellen Geworfenseins ins Undurchdringliche und Problembeladene dieser Welt. Nun müssen wir, jeder auf seine Weise, versuchen, einen Ausweg zu finden..."

Christoph Tannert